INTAKT RECORDS - REVIEWS
ARUÁN ORTIZ
WITH ANDREW CYRILLE AND MAURICIO HERRERA

INSIDE OF RHYTHMIC FALLS

Intakt CD 339 / 2020

 

 

 

Vom Weg des kubanischen Pianisten ARUÁN ORTIZ von Havanna über Barcelona nach Brooklyn war schon die Rede, als sein erstes Erscheinen bei Intakt 2016 den Anstoß gab, seinen Werdegang seit dem Debut 2004 nachzuzeichnen. Seither bestach er solo mit modernistischem Cub(an)ismus, und als ambitionierter Leader, mit den Drummern Gerald Cleaver oder Chad Taylor, mit Don Byron, auf Augenhöhe mit Anthony Coleman, Sylvie Courvoisier, Kris Davis, Matt Mitchell, Matthew Shipp oder Craig Taborn. Inside Rhythmic Falls (Intakt CD 339) badet im Jungbrunnen kubanischer Traditionen mit dem souveränen Drummer ANDREW CYRILLE, der da auf die 80 zugeht, und den Bongos & Cowbells, der Marímbula & Catá von MAURICIO HERRERA, der in New York gefragt ist, wenn es nach Cuban Express, nach Heritage & Passion klingen soll. Rhythmik als Sacred Code, mit 'Lucero Mundo' als Spoken-Word-Anrufung der Yoruba-Gottheit Elegguá als A und dem populären 'Para ti Nengón', das heim nach Santiago de Cuba führt, als O. Erst zuletzt pur, nachdem Ortiz den traditionellen Changüí und Tumba francesca zuvor dekonstruiert und alle Kuba-Klischees eliminiert hat. Indem er das ihnen in der Sklaverei Eingeschriebene überschreibt mit seiner Sophistication als Leser von Nicolás Guillén, Alejo Carpentier, Fernando Ortiz, vermutlich von José F. Buscaglia und, durch Argeliers León & Danilo Orozzco, 'Argelier's Disciple', als Kenner der afroamerikanischen Studien dieser beiden Folkloristen. Wobei im Überschreiben etwas Nostalgie und viel Verehrung mitschwingen, bei 'De Cantos y Ñáñigos' für die initiatorische Bruderschaft der Abakuá, bei 'Golden Voice' für den Changüí-Sänger Cambrón. Wie bei Carpentier ist bei Ortiz der Zweifel am Wunderbaren suspendiert. Santeria, Beat und Tanz bewahren ihm als MythScience Meme aus dem Kingdom of Congo, die die Sklaverei überstanden und den Schwindel danach. Als Abstraktion staubiger Füße durch quecksilbrig sprudelnde oder nachdenkliche Gedanken, mit klapprigem Tamtam und durch Impulse der Lebensenergie Ashé, hämmernde, sprung­hafte, locker aus dem Ärmeln geschüttelte, marímbulatorisch gezupfte, mit Besen fein gewischte, als Konversation geklirrter und klopfender Töne, als pianistische Mulataje.

Rigobert Dittmann. Bad Alchemy, BA 105, März 2020 

 

 

Jan van Leersum, Rootstime, Belgium, March, 22, 2020

 

Gonçalo Falcão, Jazz Portugal, March 2020

 

Giuseppe Segala, All About Jazz, Italia, March 23, 2020

 

 

Suzanne Lorge, Downbeat, Chicago, May 2020

 

 

Nazim Comunale, Sentireascoltare, Italia, 30. Marzo 2020

 

Schu, Concerto, Österreich, April/Mai 2020


Chris Searle, Morning Star, GB, April 15, 2020


Thierry Giard, Culturejazz, France, April 2020

 

Filipe Freitas, Jazztrail, April 16, 2020

 

Phil Freeman, The month in Jazz, Stereogum, April 2020

 

 

Hans-Jürgen Schaal, Jazzthetik, Mai 2020

 

 

 

Simon Camatta, Freistil, Österreich, Mai 2020

 

 

 

Jürg Solothurnmann, Jazz'n'more, Schweiz, Mai-Juni 2020

 

Wolfgang Gratzer, Jazz Podium, May-June 2020

 

Mike Gavin, UKvibe.org, April 13 2020

 

John Sharpe, All About Jazz Blog, May 18 2020

 

Raul da Gama, jazzdagama.com, May 20 2020

 

Kevin Le Gendre, Jazzwize Magazine, June 2020


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