In Europa tritt eine junge, höchst spannende Generation von inter- national aktiven JazzmusikerInnen ins Rampenlicht. Ein Jazzkritiker schreibt: «von Grossbritannien aus erobert der 40-jährige Komponist, Organist und Pianist Alexander Hawkins gerade Europa im Sturm. Der smarte Schnelldenker hat vieles zu erzählen.» alexander Hawkins’ Terminkalender ist gefüllt mit Konzertdaten mit dem südafrikanischen Schlagzeuger louis Moholo, Shabaka Hutchings, Mulatu Astatke, der Flötistin Nicole Mitchell oder der Cellistin Tomeka Reid. als Hawkins am Jazzfest Berlin im Duo mit dem amerikanischen Trompeter Wadada leo Smith spielte, lernte er die Saxofonistin Angelika Niescier kennen. Niescier brillierte am gleichen Festival mit ihrem New York Trio mit dem Bassisten Christopher Tordini und dem Schlagzeuger Tyshawn Sorey. Der live-Mitschnitt erschien unter dem Titel «The Berlin Concert» bei Intakt Records. Niescier wurde in Berlin gerade mit dem Albert-Mangelsdorff-Preis, dem bedeutendste Jazzpreis Deutschlands, geehrt. Hawkins ist fasziniert vom Saxofonspiel Niesciers, und diese wiederum begeistert von seiner Musik. Sie stehen auf gleichem Grund. beide haben ihre Wurzeln im Jazz, beide lieben die Jazzavantgarde eines Ornette Coleman oder Cecil Taylor. Zwei technisch versierte InstrumentalistInnen mit sprühendem Temperament, Drive und Freude am Experiment. Nach mehreren Duo-Konzerten liegt nun das Studioalbum von Niescier und Hawkins vor, aufgenommen im loft in Köln. Die amerikanische Jazzkritikerin Stephanie Jones schreibt in den liner Notes: "Das album ‘Soul in Plain Sight’ pflegt ein Zusammenspiel, das durch Kontraste entsteht. Indem sie sich gemeinsam herausfordern, bewegen sich die Musikerin und der Musiker im gemeinsam entwickelten klang mit Leidenschaft und Raffinesse. "