Viele bedeutende Schlagzeuger sind grosse Bandleader. Mit ihrer Übersicht, dem Rhythmus- und Formgefühl weisen sie der Band den Weg. Der junge Schweizer Schlagzeuger Clemens Kuratle hat sich in Jazz- und Popformationen einen Namen als einfühlsamer und versierter Musiker gemacht. Nun hat er Ydivide ins Leben gerufen: ein Quintett, das die hippe, junge britische und schweizerische Jazzszene verbindet. «Internationale Formationen gibt es in der Welt der improvisierten Musik schon seit vielen Jahren. Spannendes kann passieren, wenn Grenzen überwunden werden und neugierige Menschen zusammenkommen, um eine gemeinsame Klangsprache zu schaffen, auch wenn sie vielleicht nicht dieselbe Muttersprache oder dieselben kulturellen Bezüge teilen. Ydivide, ein ausgezeichnetes europäisches Ensemble, ist ein gutes Beispiel dafür. In jedem Fall lenken die Disziplin der Komposition und die Freiheit der Improvisation die Musik jenseits spezifischer Jazzschulen, und die Präsenz von Rhythmen, die vor tänzerischer Energie knistern, sowie Ausbrüche harmonischer Turbulenzen und meditative Refrains unterstreichen, dass Kuratle Klänge einbezieht, die sowohl «in» als auch «out» sind. Das wichtigste jedoch – seine wortlosen Songs erzählen etwas», schreibt Kevin Le Gendre in den Linernotes.